Was ist Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist eine dem Knorpel als Nährstoff dienende Substanz, die in der Gelenkflüssigkeit vorhanden ist. Sie wird durch die Knorpeloberfläche eingebaut und entfaltet dort eine hohe Wasserbindungskapazität, Stoßdämpfer- und Schmierfunktion. Hyaluronsäure ist die wichtigste Komponente der Synovialflüssigkeit. Die prallelastische Struktur des Knorpels wird u.a. durch ein kompliziertes Netzwerk aus Wasser, Fasern und diversen großen Molekülen aufrechterhalten. Hyaluronsäure ist eine sehr wichtige wasserbindende Struktur des Gelenkknorpels.

 

Wie wirkt Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure verbessert die Gelenkschmierung, hemmt Entzündungen und regt die Knorpelerholung an. Sie wird zur Aufbesserung der Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit) in den Gelenkspalt injiziert. Durch die Injektion von dickflüssiger Hyaluronsäure wird die Produktion körpereigener Hyaluronsäure angeregt, die normale Balance zwischen Abbau und Neubildung wieder hergestellt.

 

Aufgaben der Hyaluronsäure

Hyaluronsäure hält die Gewebe auf Distanz und schützt die Knorpeloberflächen vor dem Verschleiß durch Abrieb.

 

Hyaluronsäure wirkt als Stoßdämpfer und schützt auch in dieser Funktion den K

norpel vor dem Verschleiß.

 

Hyaluronsäure schmiert das Gelenk. Dadurch trägt sie dazu bei, dass es sich leicht und frei bewegen lässt.

 

Hyaluronsäure wirkt wie ein Filter; Nährstoffe kommen zum Knorpel durch, schädliche Zellen und Substanzen werden abgewiesen.

 

Hyaluronsäure zählt zu den bestdokumentierten biologischen Knorpelschutzstoffen in der Behandlung der Arthrose. Das American College of Rheumatology hat sich eindeutig für die Hyaluronsäure als Produkt in der Therapie der Arthrose ausgesprochen.

Eine Vielzahl von klinischen Studien konnte unter Beweis stellen, dass eine Serie von fünf wöchentlichen Hyaluronsäureinjektionen die Arthrosesymptome funktionell klinisch verbessert und dieser Effekt lang anhaltend ist (6-12 Monate). Außerdem wurde nachgewiesen, dass Hyaluronsäure in den geschädigten Knorpel eindringen kann. Es kommt zur Verminderung der arthrosebedingten Entzündungsprozesse sowie zu einer Stimulation der reparativen Vorgänge.

 

Die besten Ergebnisse werden im Frühstadium der Arthrose nachgewiesen. Bei komplett zerstörtem Knorpel können selbst Knorpelschutzsubstanzen nicht mehr helfen. Daraus folgt, dass eine Behandlung mit Hyaluronsäure umso erfolgreicher ist, je früher sie begonnen wird. Daher sind frühe Arthrosestadien besonders geeignet, denn dann gelingt es noch, neben Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung Einfluss auf das Fortschreiten der Arthrose zu nehmen.

 

Auch die Hyaluronsäure in der Gelenkschmiere unterliegt Veränderungen. Sie baut sich ständig auf, aber auch wieder ab, z.B. durch Arthrose, denn Arthrose ist eine typische Abnutzungs- und Verschleißerscheinung von Gelenken. Bei Arthrose wird der Gelenkknorpel allmählich abgerieben und verliert so seine Elastizität. Die Folge davon ist, dass der Knorpel weniger belastbar ist und seine Schutzfunktion für die darunter liegenden Knochenstrukturen allmählich verliert. Ist das Knorpelgewebe erst einmal abgenutzt, kann es sich nicht erneuern. Bei Arthrose ist das Gleichgewicht zwischen dem Abbau und dem Aufbau von Hyaluronsäure gestört.

 

 

Weitere Informationen